Studentenleben á la Malaysia – 27/02/2019

Selamat pagi, salam aleikum oder good morning – so, oder so ähnlich startet eine Vorlesung.

Wieder mal ist eine Woche vergangen. das ging bisher echt schnell. Dennoch vermisse ich Deutschland ein wenig, vor allem die Menschen, die einem besonders wichtig sind. Die neuen Leute helfen einem aber darüber hinweg zu kommen.

Aber darum geht es hier jetzt nicht! Ihr fragt euch sicherlich, wie das Studentenleben hier ist. An sich legen die Malaysier sehr viel Wert auf Pünktlichkeit, weshalb sich die Studenten bereits schon vor Beginn der Vorlesung eingefunden haben. Auch das Verhältnis zum Dozenten ist unterschiedlich. Generell gehen die Menschen hier sehr respektvoll miteinander um. Den Dozenten spricht man immer mit seinem Titel an. Etwas widersprüchlich dazu ist allerdings, dass die Dozenten ihre Telefonnummer preisgeben und man gefühlt zu jeder Tages- oder Nachtzeit eine Frage stellen kann und kurz darauf eine Antwort erhält.

Auch die Struktur der Prüfungsleistungen ist anders. In Deutschland zählt am Ende die Klausur. Sie entscheidet teilweise über Leben oder Tod. In Malaysia sieht das etwas anders aus. Hier setzt sich die Note aus vielen kleinen Prüfungsleistungen zusammen. An sich keine schlechte Idee, bedeutet aber mehr Aufwand. Insgesamt sind pro Kurs zwei Tests, ein bis zwei Gruppenpräsentationen und das Final Exam abzulegen. Die erste Präsentation steht bereits am Dienstag an. Ich bin gespannt, wie es wird!

Die Stimmung in den Vorlesungen ist meistens sehr gut, die Dozenten sind engagiert und erklären die Inhalte sehr gut. Das meiste wird sehr praxisnah an vielen Beispielen rübergebracht, auch die Studenten werden mit eingebunden. Wir Internationals müssen fast immer erklären, wie manche Sachen bei uns in Europa ablaufen, aber so lernt man zum einen in einer fremden Sprache vor etwa 50 Leuten zu sprechen und man erfährt interkulturellen Austausch. Dafür sind wir ja schließlich hier! Es stehen auch zwei Firmenbesichtigungen auf dem Programm. Darauf freue ich mich besonders, um einmal einen Blick in eine Firma außerhalb Deutschlands zu werfen.

Zurück zum Studentenleben: Da wir uns in einem muslimisch geprägten Land befinden, findet man die Studenten nicht in der Bar oder in Clubs. Viele der Einheimischen fahren am Wochenende zu ihren Familien oder verbringen es am Schreibtisch. Auch interessant zu beobachten ist, dass die Freundeskreise immer nach dem Geschlecht getrennt sind – scheint wohl auch an der Religion zu liegen…

In zweieinhalb Wochen stehen die ersten Tests an, mal sehen was uns da erwartet. Ich werde auf jeden Fall berichten.

In diesem Sinne selamat hari and have a nice day verabschiede ich mich bis zum nächsten Blogeintrag!

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